Das Analysezertifikat lesen

Ein CoA ist das Ausweisdokument einer Charge. Welche Angaben es enthalten muss, woran man ein belastbares Zertifikat erkennt und wie der QR-Code auf dem Etikett damit verknüpft ist.

Stand 10.09.2026 · Redaktion PURA LABS

Das Certificate of Analysis (CoA) fasst die Prüfergebnisse einer einzelnen Charge zusammen. Es ist kein Werbedokument, sondern ein Messprotokoll. Entsprechend nüchtern sollte es aussehen.

Pflichtangaben eines belastbaren CoA

  1. Produktbezeichnung und CAS-Nummer: eindeutige Zuordnung der Substanz
  2. Chargen- bzw. Lot-Nummer: identisch mit dem Etikett
  3. Summenformel und Molmasse: Grundlage für die Identitätsprüfung
  4. Prüfverfahren: z. B. RP-HPLC, ESI-MS, mit Methodenangaben
  5. Spezifikation und Ergebnis: jeweils nebeneinander, damit die Bewertung nachvollziehbar ist
  6. Rohdaten: Chromatogramm und Massenspektrum als Abbildung
  7. Prüflabor, Datum und Freigabe: wer hat wann gemessen und freigegeben

Warnsignale

  • Keine Lot-Nummer oder eine Nummer, die für alle Produkte gleich ist
  • Nur eine Prozentzahl, kein Chromatogramm
  • Reinheit ohne Angabe der Methode
  • Identität “konform” ohne gemessene Masse
  • Datum, das vor dem Herstellungsdatum der Charge liegt

Vom Etikett zum Bericht

Auf jedem PURA LABS Etikett steht die Lot-Nummer, dazu ein QR-Code. Beide führen zum Bericht genau dieser Charge. Sie können die Nummer auch direkt eingeben:

  • auf der Berichte im Feld “Charge prüfen”
  • oder über die Adresse puralabs-research.com/coa/IHRE-LOT-NUMMER

Spezifikation richtig lesen

Eine Spezifikation wie “≥ 98,0 %” ist die Grenze, die vor der Messung festgelegt wurde. Das Ergebnis muss sie erfüllen. Ein Ergebnis von 99,4 % bei einer Spezifikation von ≥ 98,0 % ist also konform. Entscheidend ist, dass die Spezifikation vorab feststeht und nicht nachträglich an das Ergebnis angepasst wird.

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